28.05.2018

von B° RB

Oberstaufen lässt Geschichte aufleben

Fronleichnams-Prozession, Salzzug und 1150-jähriges Ortsjubiläum

Wallfahrtskirche Maira Schnee in Aach

Fronleichnams-Prozession mit Blumenteppichen

In ländlichen Gegenden wie dem Allgäu werden katholische Feste traditionell gefeiert. Die Fronleichnams-Prozession ist eines davon. Sie findet immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten statt – in diesem Jahr am 31. Mai. In der Kur- und Ferienregion Oberstaufen ist das Fest auch für Gäste eine gute Gelegenheit, authentisches Brauchtum zu erleben. 

Die gläubigen Katholiken ehren an diesem Tag die „Heilige Hostie“. Um 8.45 Uhr treffen sie sich am Pfarrhaus und ziehen dann gemeinsam zur Pfarrkirche St. Peter und Paul. Von dort startet die Prozession nach dem feierlichen Hochamt durch den Ort. Der Frauenbund und die Volkstanzgruppe schmücken dafür nach Sonnenaufgang die Straßen mit Blumenteppichen und gestalten Außenaltäre auf dem Prozessionsweg. Begleitet von Ministranten, der örtlichen Musikkapelle und Gläubigen trägt der Priester den „Leib Christi“ in Form einer Hostie durch die Straßen. Dabei wird gesungen und gebetet. Oberstaufener Gastgeber haben um das verlängerte Feiertagswochenende attraktive Kurzurlaubspakete geschnürt. 

Oberstaufen feiert 1150-jähriges Ortsjubiläum

Wallfahrt nach Maria Schnee

Im Rahmen der 1150 Jahrfeier Oberstaufen laden die Pfarreien der Marktgemeinde am 
3. Juni 2018 zu einer Jubiläumswallfahrt in den Ortsteil Aach ein. Zusammen unterwegs – schweigend, betend und dankend für die Heimat im Allgäu. Start ist um 6 Uhr im Ortsteil Thalkirchdorf. Das Ziel der Wanderung ist die katholische Pfarr- und ehemalige Wallkirche Maria Schnee in Aach. Um 10 Uhr findet dort ein gemeinsamer Gottesdienst statt. Anschließend lädt die Musikkappelle Aach zum Frühschoppen in den Dramer Dorfsaal ein.

Salzzug auf historischer Salzstraße

Das „Salz in der Suppe“ in der richtigen Dosierung entscheidet heute über den Geschmack und die Qualität einer Speise. Bis ins 20. Jahrhundert war Salz im Allgäu vor allem für die Konservierung von Lebensmitteln von Bedeutung. Auch bei der Käseherstellung spielte es eine große Rolle. Sogenannte „Rödler“ (Rodbauern) transportierten das kostbare Gut auf einer festgelegten Route in etwa zehn Tagen aus dem Tiroler Bergwerk in Hall bis zum Bodensee. Die Tagesetappen betrugen dabei höchstens 30 Kilometer. Ein „Historischer Salzzug von Immenstadt nach Simmerberg“ lässt diesen geschichtlichen Transportzug regelmäßig wiederaufleben. Anlässlich der 1150 Jahrfeier Oberstaufens ist es am 30. Juni 2018 wieder soweit: Zahlreiche Freiwillige verkleiden sich als Salzhändler und Edelleute, Soldaten und Kaufmänner, Fuhrleute und Rossknechte. Gemeinsam bewältigen sie mit Pferdegespannen oder hoch zu Ross ein Teilstück der mittelalterlichen Salzstraße zwischen Immenstadt im Oberallgäu bis nach Weiler-Simmerberg im Westallgäu. In diesem Jahr übernachtet der Tross im Schroth-Heilbad Oberstaufen, von wo er am nächsten Morgen weiterzieht.  

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