Naturschutzgebiet Oberstdorf im Allgäu

Naturschutzgebiet Oberstdorf im Allgäu
Wanderweg im Naturschutzgebiet Oberstdorf

Das Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen stellt sich vor

Die Allgäuer Hochalpen gelten als artenreichstes Gebirge Deutschlands und sind seit 1992 auf 20.724 ha Fläche als Naturschutzgebiet ausgewiesen. 2002 erfolgte die Meldung als Natura 2000 Gebiet. Natura 2000 ist ein europäisches Biotopverbundnetz, das sich die Sicherung der biologischen Vielfalt zum Ziel gesetzt hat. Kern- und Knotenpunkte dieses Netzes sind die Schutzgebiete, insbesondere die Naturschutzgebiete.

In enger Nachbarschaft gibt es im Naturschutzgebiet steile und flache, windexponierte und windstille, schattige und sonnige Lagen. Mit der Höhe steigen die Niederschlagsmengen (jährlich bis über 3.000 mm). Die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht und der UV-Anteil des Sonnenlichtes sind in den Hochlagen extremer, ebenso die Unterschiede in den Schneemengen (in Gratlagen weggeblasen, in Muldenlagen meterdick angehäuft). Mit Erosion, Muren und Lawinen ist der Lebensraum Alpen immer in Bewegung.

Das unterschiedliche Gesteinsmaterial bietet viele verschiedene Lebensbedingungen: u.a. nährstoffreiche, magere, basische und saure Standorte. Durch die Höhe, das Klima und die Dynamik finden unterschiedlichste Tier- und Pflanzenarten viele "ökologische Nischen". Charakteristisch im Schutzgebiet sind Schlucht- und Blockwälder, alpine Bäche, Moore und Karseen.

Die Allgäuer Hochalpen wurden 2004 vom WWF als eine von 23 Vorrangflächen des Naturschutzes in den Alpen eingestuft.

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