16.12.2016

von B° RB

Olympiabahn am Ifen

Deutschlands und Vorarlbergs schnellste Seilbahn wird im Skigebiet Ifen feierlich eröffnet

Eröffnung der Olympiabahn am Ifen

Nun ist es endlich soweit: Nach nur acht Monaten Bauzeit wird sie eröffnet, Deutschlands und Voralbergs schnellste Seilbahn. Die Olympiabahn am Ifen ist fertiggestellt und bereit für ihre Jungfernfahrt. Die kuppelbare 6er Sesselbahn, die den alten Kurvenschlepplift zwischen Ifenhütte und Bergstation ersetzt, wurde am 15. Dezember 2016 offiziell eröffnet. Mit sechs Metern pro Sekunde bringt sie die Wintersportler bis oberhalb der Bergwachthütte. Das Skigebiet verfügt nun zudem über eine moderne Beschneiungsanlage inklusive Abwasser- und Trinkwasserleitung. Dank ihr können in Zukunft 13 Pistenkilometer beschneit werden. Die Geschäftsführer der Skiliftgesellschaft links der Breitach, Dr. Andreas Gapp und Augustin Kröll, sowie der Beiratsvorsitzende Michael Lucke, eröffneten die neue Bahn und die Beschneiungsanlage in einer feierlichen Zeremonie und läuteten damit die Wintersaison am Ifen ein.

16,8 Millionen Euro hat die Skiliftgesellschaft links der Breitach bereits in die Neuerungen am Ifen investiert. Am 15. Dezember 2016 wurden nun die neugebaute Olympiabahn sowie die Beschneiungsanlage inklusive Abwasser- und Trinkwasserleitung offiziell eröffnet. Den ganzen Sommer über waren die Baumaßnahmen im Kleinwalsertal in vollem Gange, sodass diese mit Beginn der Wintersaison abgeschlossen werden konnten. Dank dem Bau einer modernen Beschneiungsanlage stehen den Besuchern nun 13 Kilometer bestens präparierte und schneesichere Pisten zur Verfügung. Den Betreibern war es jedoch wichtig, auch die beliebten Naturschneehänge zu erhalten und so dürfen sich Wintersportler hier auf elf Pistenkilometer freuen, darunter beispielsweise der Skigleitweg Gottesacker, den vor allem Familien sehr schätzen. „Es freut mich sehr, dass wir die geplanten Neuerungen in nur sportlichen acht Monaten und noch vor dem Wintereinbruch über die Bühne gebracht haben. Wir sind somit genau im Zeitplan. Im kommenden Sommer planen wir dann die Modernisierung der Ifen- und Hahnenköpflebahn“, sagte Augustin Kröll, Geschäftsführer der Skiliftgesellschaft links der Breitach. Die beiden Sesselbahnen sollen durch 10er Kabinenbahnen ersetzt werden.

Die Olympiabahn, die den alten Ifenschlepplift zwischen Ifenhütte und Bergstation ersetzt, ist mit sechs Metern pro Sekunde die schnellste Seilbahn in Voralberg und Deutschland. Die neue, kuppelbare 6er Sesselbahn reicht vom Tal bis oberhalb der Bergwachthütte. „Unsere neugebaute Olympiabahn ist nicht nur schnell, sondern auch komfortabel. Dank Sitzheizung und Wetterschutzhaube sorgt sie auch bei kaltem Wetter für eine angenehme Fahrt auf den Berg. Die Namensgebung Olympiabahn ist insofern interessant, da es im Kleinwalsertal nie eine Olympiade gab“, freute sich Dr. Andreas Gapp, Geschäftsführer der Skiliftgesellschaft links der Breitach.

Die Skiliftgesellschaft links der Breitach wurde am 25. Februar 2016 als Zusammenschluss der ehemaligen Skigebiete der Kleinwalsertaler Bergbahn AG, Ifen und Walmendingerhorn sowie der Heubergarena der Familie Haller, gegründet. Robert Haller, ehemaliger Eigentümer der Heubergarena, ist überzeugt, dass die Fusion der Bergbahnen ein gewinnbringender Schritt war: „Nach unserem erfolgreichen Zusammenschluss freue ich mich jetzt auf unseren ersten Winter als Skiliftgesellschaft links der Breitach.“ Das zusammenhängende Skigebiet im Kleinwalsertal verfügt über ein einheitliches Ticketsystem, sodass Wintersportler sich darin bequem bewegen können. „Auf lange Sicht hin möchten wir den Gästen ein von ihnen empfundenes, zusammenhängendes und schneesicheres Skigebiet präsentieren, bei dem es keine Rolle spielt, wo die Besucher in das Skigebiet einsteigen. Mit insgesamt 61 Pistenkilometern ist unser Skigebiet so groß, dass es für jeden etwas zu bieten hat, egal ob Anfänger, Profi oder Freerider“, so Michael Lucke, Beiratsvorsitzender der Skiliftgesellschaft links der Breitach. Neben blauen und roten Pisten, die besonders für Anfänger und Familien geeignet sind, bietet es auch schwarze Abfahrten, alle immer bestens präpariert. Auf Grund dieser Vielfalt ist die Skiregion Oberstdorf /Kleinwalsertal für alle Könnerklassen hervorragend geeignet.

Geschichte des Skigebiet Ifen:

1961 wurde der Olympialift als Hotellift der Auenhütte errichtet, acht Jahre später folgte die Gründung der Hahnenköpfle Schwebebahn Etschmann & Co. KG. In den darauffolgenden Jahren entstanden die Doppelsesselbahn Ifenhütte sowie der Schlepplift Ifen. Am 19. und 20. Februar 1977 fanden die internationalen FIS-Rennen im Riesenslalom für Damen und Herren am Ifen statt, hierfür wurden extra Geländekorrekturen an der Ifoly-Abfahrt vorgenommen. 1978 kam dann der Bau der Hahnenköpflebahn, deren Fahrbetrieb jedoch nur für die Wintersaison genehmigt wurde. Im März 1988 richtete eine Lawine erhebliche Schäden an der Talstation an, weshalb anschließend die Lawinenbauwerke am Fuße des Ifen errichtet wurden. 1991 und 1992 modernisierten die Betreiber die Doppelsesselbahn Ifenbahn sowie die Hahnenköpflebahn. Zwei Jahre später entstanden Garagenplätze für Busse und Schneeräumungsfahrzeuge. Kurz darauf wurde in der Bergstation der Hahnenköpflebahn eine Abwasserreinigungsanlage gebaut. Der Winterwanderweg auf dem Gottesackerplateau wurde 1996 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Jahr 1999 reichten die Betreiber ein Gesamtkonzept zur Modernisierung der Ifen- Bergbahnen ein. Das 2003 umgesetzte Entwässerungsprojekt Auenalpe zum Hochwasserschutz bewährte sich zwei Jahre später erstmals beim August-Hochwasser von 2005. Nach einem schneearmen Winter 2006/2007 wurde eine Beschneiungsanlage projektiert und zur Genehmigung eingereicht, drei Jahre später durfte sie gebaut werden. Im gleichen Jahr stellten die Liftbetreiber ein Konzept zur Erneuerung der Bahnen am Ifen vor, dieses wurde jedoch 2012 durch eine Volksabstimmung abgelehnt. Ein neues Konzept wurde umgehend erarbeitet. 2014 folgten die Umsetzung des ersten Teils der Beschneiungsanlage sowie die Detailplanung des Erschließungskonzeptes im Ifenskigebiet. Im darauffolgenden Jahr setzte die neugegründete Skiliftgesellschaft links der Breitach den ersten Investitionsschritt in Höhe von 16,8 Millionen Euro um, 2016 entstehen die Olympiabahn und eine moderne Beschneiungsanlage in einer Bauzeit von nur acht Monaten.

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